Über mich

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"Wenn ich an einem neuen Buch arbeite, tauche ich für viele Wochen in meine eigene Fantasiewelt ab. Das ist ein großartiger Zustand.

Sobald ich dann die letzten Seiten schreibe, möchte ich das Buch gar nicht mehr beenden.

Dann macht es mich traurig, dass ich einigen Figuren aus dem Buch anschließend nicht mehr begegnen werde."

Michael Thode

Das bin ich

Wann hast du deine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt?

 

Meinen ersten Kurzkrimi habe ich in der Grundschule geschrieben. Da muss ich ungefähr 10 Jahre alt gewesen sein. Mein Klassenlehrer hat den Krimi für meine Mitschüler kopiert. Ich erinnere mich noch heute daran, wie stolz ich damals gewesen bin.

Warum ausgerechnet ein Kurzkrimi?

 

Mein Herz schlägt seit jeher für Spannungsliteratur. Meine Leidenschaft fürs Lesen führte von den „fünf Freunden“ über die „drei Fragezeichen“ hin zu den „Edgar Wallace Rote Krimis“ aus dem Goldmann Verlag.

Ich bin auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein groß geworden, und unser Dorf wurde regelmäßig von einem Bücherbus mit frischem Lesestoff versorgt. Meine Mutter hat die Edgar Wallace-Krimis für mich ausgeliehen, weil der Fahrer des Bücherbusses der Meinung war, ich sei dafür zu jung – eine tolle Erinnerung.

Wolltest du damals schon Schreiben zum Beruf machen?  

 

Nein, absolut nicht. Ich war ein riesiger Fan der amerikanischen Fernsehserie „Matlock“. In dieser Serie spielte Andy Griffith den Strafverteidiger Ben Matlock, der in spektakulären Mordfällen die Wahrheit aufklärte und unschuldige Verdächtige herausboxte. Ich habe Matlock geliebt und wollte beruflich unbedingt das Gleiche machen wie er. Also habe ich mir in den Kopf gesetzt, Jura zu studieren und Strafverteidiger zu werden.

Anscheinend hat das nicht geklappt?

Ich habe während des Studiums realisiert, dass meine Vorstellungen über den Beruf eines Juristen sehr stark von der Realität abwichen. Zum Ende des Studiums hin konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen, mit diesem Beruf glücklich zu werden. Also habe ich nach Alternativen gesucht und mich nach dem ersten juristischen Staatsexamen vollkommen neu orientiert. Da das Schreiben immer noch zu meiner größten Leidenschaft zählte, habe ich ein Aufbaustudium zum Fachjournalisten absolviert.

 

Und damit begann dann deine Karriere als Schriftsteller?

 

Noch nicht, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich noch gar keine Idee, wie man überhaupt ein Buch schreibt.

Ich hatte zwar begonnen, konkrete Ideen zu entwickeln und erste Entwürfe zu Papier zu bringen, meinen Lebensunterhalt habe ich aber in völlig anderen Berufen verdient. Ich war damit nie glücklich und habe mich mehrmals verändert. So war ich beispielsweise freier Mitarbeiter in einer Zeitungsredaktion, Niederlassungsleiter in einer Spedition und Abteilungsleiter in der Lebensmittelindustrie. Keinen dieser Berufe habe ich als echte Alternative empfunden.

Neben diesen Berufen habe ich konstant an meinem ersten Buch gearbeitet. Als es fertig war, habe ich innerhalb kürzester Zeit eine Agentur gefunden, und die hat das Buch dann erfolgreich beim Verlag Bastei Lübbe platziert.

In dem Moment habe ich mich zum ersten Mal getraut, über eine Karriere als Schriftsteller nachzudenken.

 

Würdest du aus der Sicht von heute etwas ändern?

 

Nein, auf gar keinen Fall.

Ich bin in zweierlei Hinsicht dankbar für das Jurastudium. Zum einen habe ich gelernt, komplizierte Sachverhalte zu erfassen, zu strukturieren und in einen gut lesbaren und verständlichen Text zu bringen. Das hilft mir beim Schreiben meiner Thriller enorm. 

Zum anderen bin ich Reserveoffizier der Bundeswehr und bringe mein juristisches Fachwissen dort im Rahmen von Wehrübungen immer wieder ein. So bin ich mehrere Wochen im Jahr  „Personalstabsoffizier“ und war in dieser Funktion unter anderem im Auslandseinsatz im Kosovo und in Afghanistan.

Außerdem denke ich, dass man ein gewisses Maß an Lebenserfahrung und Menschenkenntnis braucht, um überzeugende Romane zu schreiben – völlig egal, um welches Genre es sich handelt. Da hilft mir mein „chaotischer“ Lebenslauf enorm.

 

Wie lebst du heute?

Nach 45 Jahren kann ich endlich sagen, dass ich meine Berufung gefunden habe. Ich lebe mit meiner Frau und unserer Gordon Setter-Hündin südlich von Hamburg in der Lüneburger Heide.

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